Wir schützen kleine Wüstenblumen!

Gegen Genitalverstümmelung
Für Frauen- und Kinderrechte

Jugendarbeit mit Erfolg

Effektives Ergebnis durch Aufklärung:

Village- und CAFGEM-Schul-Fußballteams drucken sich das Projektmotto von CAFGEM "No Mutilation" (Bildung statt Verstümmelung) auf ihre Trikots. Wir spenden jährlich zur Vervollständigung der Sportausstattung. Auch zwei Mädchenmannschaften haben sich gegründet. Christliche und muslimische Jugendliche spielen gemeinsam in allen Teams.

FussballProjektmotto

CAFGEM Boys Football Teams

CAFGEM Girls Football Teams

Der Bann ist gebrochen: Frauen tanzen gegen die rituelle Genitalverstümmelung auf dem Schulhof der Projektschule.

 

 

 

Was wir machen

Wir brechen ein Tabu, um Kinder vor ritualisierter Gewalt zu schützen.

Aus dem 1997 gegründeten Arbeitskreis "Wir brechen ein Tabu", der sich gegen die ritualisierte Gewalt der weiblichen Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, kurz: FGM) richtete, entstand 2001 der gemeinnützige Verein TABU e.V. mit Sitz in Dortmund. In Deutschland leisten die aktiven Vorstandsmitglieder vielseitige Öffentlichkeitsarbeit mit Vorträgen, Fotodokumentationen und Kunstausstellungen. Fördermitglieder aus unterschiedlichen Städten unterstützen den Verein mit Spendenbeiträgen in selbst gewählter Höhe. (Der Mindesbetrag liegt bei 36 Euro jährlich.) Die Fördermitgliedschaft beinhaltet kein Stimmrecht. Rundmails und Newsletter informieren über den aktuellen Stand der Aktivitäten des Vereins im In- und Ausland.

In der Entwicklungszusammenarbeit liegt der Arbeitsschwerpunkt von TABU e.V. in der Unterstützung des Frauen-Selbsthilfe-Projekts CAFGEM in Kenya (Ost-Afrika). Für Bauprojekte wie Kindergärten und Schulen werden vom TABU-Vorstand zusätzlich Anträge an Sponsoren gestellt, da die eingehenden Spendenbeiträge derart aufwändige Bauprojekte nicht decken. Der Verwaltungsaufwand des Vereins ist an den Arbeitsstunden gemessen ein ehrenamtlicher Full Time Job mit Überstunden. Der finanzielle Aufwand für die Vereinsarbeit wird bewußt klein gehalten und beträgt ein Minimum der eingehenden Spenden, ca. 5 %, denn die Spendeneingänge werden benötigt für die laufenden Betriebskosten der Förderprojekte und Starthilfen für Fraueninitiativen in Kenya. Dazu gehören Schneidereien, Esel als Lasttiere, Kleintierzucht und landwirtschaftliche Projekte. Auch die Ausbildungsförderung für begabte Mädchen wird nach Möglichkeit übernommen.

Die Förderprojekte von TABU e.V. in der Entwicklungszusammenarbeit:

CAFGEM (Community Against Female Genital Mutilation) ist ein Zusammenschluss mehrerer Frauengruppen. Dazu gehören z. B. die Muugango Women und die Mbuyuni Women, die je einen Zusammenschluss bilden von mehreren Frauengruppen in verschiedenen Dörfern der Kinango- und Kasigao-Region. Seit unserer frühen Aufklärungen schon ab 1997 wenden sich diese Gruppen aktiv gegen das schädliche Ritual der Genitalverstümmelung an Mädchen. Die Jomve Women Group in Mombasa, deren Mitglieder hauptsächlich Somalifrauen sind, partizipieren ebenso von dieser Erwachsenenbildung. Sie werden mit Aufklärungsvideos und Vorträgen weitergebildet und haben der genitalen Verstümmelung ihrer Mädchen daraufhin ebenso abgeschworen. Verwandte, die in weit entlegenen Regionen aufgesucht werden, nehmen diese Neuigkeiten mit dem sog. Schneeballsystem auf. So wird besonders innerhalb der somalischen Gemeinschaften, die in Kenya leben, FGM zum Leidwesen ihrer Befürworter (Beschneiderinnen und einige Klanälteste) von aufgeklärten Eltern immer mehr geächtet und immer mehr Töchter davon verschont. Andere Mitglieder unterschiedlicher Ethnien wie Maasai, Mijikenda, Taita, haben ebenso Angehörige in anderen Landesteilen. So wird neues gutes Wissen überregional verbreitet und das negative Tabu, das über dem schädlichen Ritual lag, nach und nach gebrochen.

Die Graswurzel-Initiative ist seit dem Jahre  2000 eine registrierte Nichtregierungsorganisation (CBO = Community Based Organisation), die den Weg zu einer dezentralen Institutionalisierung beschritten hat. CAFGEM baut Bildungseinrichtungen für Kinder und Erwachsene in abgelegenen Regionen, in der sich kaum Vertreter von Regierungsparteien oder finanzstarke Organisationen blicken lassen. Deshalb will CAFGEM gerade hier etwas für die Menschen, insbesondere für benachteiligte Frauen (Empowerment) erreichen. Besonders über die Frauen, als Benachteiligte des traditionellen Rollenverhaltens, soll ein nachhaltiger Kinderschutz vor schädlichen traditionellen Praktiken wie Genitalverstümmelungen und Early Marriage erreicht werden. Da die Männer jedoch in diesen stark patriarchalisch geprägten Gemeinschaften die maßgeblichen Entscheidungsträger sind, müssen auch sie in die Aufklärungs- und Bildungsarbeit einbezogen werden.

Beim Projektstandort in Kinango wurde der Kindergarten Blauer Strauss und die Projektschule CAFGEM Primary School errichtet und dem kenyanischen Staat bei einer feierlichen Veranstaltung in Eigenverantwortung übergeben. Bei der Aufnahme der Mädchen unterschreiben alle Eltern, keine FGM an ihren Töchtern auszuüben.

Die geförderte Bildungseinrichtung in Taveta "Sunshine Akademie" arbeitet unter Leitung der Sozialökonomin Maria Nareku inzwischen autark.

Ab 2015 werden wir einen weiteren Projektstandort aufbauen helfen und fördern.

Maasai-Vater unterschreibt bei einem Lehrer sein Einverständnis zu den Genital HealthCheck-ups seiner Töchter bei der Aufname in die Projekt-Schule.

Die hohe Akzeptanz des von uns geförderten Projekts in Kenya, zeigt messbare Erfolge, wovon wir unseren SpenderInnen und bei öffentlichen Veranstaltungen immer wieder gerne berichten.

Wenn Sie unser Engagement interessiert und Sie uns unterstützen möchten, können Sie uns  für Vorträge, Fotoausstellung, Film-Dokumentation und Benefiz-Veranstaltungen gerne buchen. Antrag per e-mail: veranstaltung@verein-tabu.de.

Fotos © Ulla Barreto, TABU e.V.

SPENDEN

Gemeinsam schaffen wir es!
Schützen Sie mit uns Mädchen vor ritualisierter Gewalt. Unterstützen Sie unser Projekt in Kenia mit Spenden oder einer Fördermitgliedschaft, schon ab 36 Euro jährlich = nur 3 Euro monatlich.

Spendenkonto 211 014 164
BLZ 44050199 - gemeinnützig
Sparkasse Dortmund
IBAN DE73440501990211014164
BIC DORTDE33

 

Die Künstlerin Lisa Lyskava und Filmerin Beryl Magoko aus Kenia beteiligten sich am TABU-Kunstprojekt "You & TABU with ART against FGM"

Beryl Magogos Film THE CUT wurde gezeigt am 6. + 7. 2. 2014 im U-Kino Dortmund, Leonie Reygers-Terrasse, Nähe HBF:

Die Stadt Dortmund würdigt das Ehrenamt:

TABU e.V. ist ausgezeichnet mit dem Agenda21-Siegel und gewann 2011 den jährlichen Wettbewerb. Besten Dank an die MitarbeiterInnen des Agenda-Büros, Oberbürgermeister Ulrich Sierau und die Jury-Mitglieder!

 

Die Ticket-Benefiz zur Eröffnung des Films Wüstenblume spendete die Kinokette Cineplex an TABU. Die Spende wurde u. a. verwendet zur Fertigung der Einrichtung in einer unserer Förderschulen in Kenya. Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

...wählte TABU zur Teilnahme am Event von Mission Sustainability in Berlin. Herzlichen Dank an die Jury und das Team von www.neueshandeln.de für die professionelle Begleitung eines angenehmen Aufenthalts in der Hauptstadt!

Dr. Hans Geisler, Staatsminister a.D., Mitglied des Nachhaltigkeitsrats Berlin

 

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