Wir schützen kleine Wüstenblumen!

Gegen Genitalverstümmelung
Für Frauen- und Kinderrechte

Fördereinrichtungen

Aufklärung, Bildung und Mädchenschutz unter einem Dach

"Kulturen ändern sich, und sie ändern sich oft sehr schnell. Dies geschieht unter dem Einfluss des kritischen Denkens, und das kann man in der Schule lernen."
(Zitat: Ayaan Hirsi Ali: Ich bin eine Nomadin - Mein Leben für die Freiheit der Frauen", Verlag Piper)

"ELIMU BILA UKEKETAJI" = BILDUNG STATT VERSTÜMMELUNG

Was Touristen meist nicht wahrnehmen

In ländlichen Gebieten Kenyas haben die Menschen kaum Zugang zur Bildung. Die Kinder müssen sehr lange Fußmärsche bewältigen, um zur nächsten Schule zu gelangen, was aufgrund frei lebender Wildtiere nicht immer ungefährlich ist. Die Mädchen aller in Kenya lebenden Ethnien außer den Luo (der väterlichen Ethnie von Präsident Obama) werden traditionell immer noch der genitalen Verstümmelung unterzogen. Mithilfe von ausländischen Sponsoren konnten in den vergangenen Jahren einige Aufklärungs- und Bildungsprojekte eingerichtet werden, die einen teilweisen Rückgang dieser gesundheitsschädlichen Praktiken bewirkten.

 

Wobei wir unterstützen

Auch unsere einheimischen Partnerinnen und Partner wählten für ihre Aufklärungskampagnen und für den Bau von Kindergärten und Schulen abgelegene Regionen, um neues Wissen an die hier lebende Bevölkerung zu vermitteln und den Teufelskreis der Unwissenheit zu durchbrechen. Voraussetzung für eine sinnvolle Projektförderung ist der Kampf gegen schädliche traditionelle Praktiken, wie die Weibliche Genitalverstümmelung, was in unseren Förderprojekten schon durch das Projektmotto eine Signalwirkung ausübt: "Elimu bila Ukeketaji" = Bildung statt Verstümmelung. Dieses Motto ziert die Innen- und Außenwände der von uns geförderten Bildungseinrichtungen.

Förderschulen als ROLE MODEL

Unsere einheimischen PartnerInnen erwarten für die Bereitstellung von Bildung von den Dorfautoritäten zunächst ein öffentlich gegebenes Einverständnis, dass an unseren Fördereinrichtungen Themen zu Menschenrechten (speziell Frauen- und Kinderrechte) in den Unterricht aufgenommen werden. Die Eltern sollen bei der Aufnahme ihrer Töchter medizinischen Kontrolluntersuchungen zustimmen. Eine gute Möglichkeit, die Kinder einem ganzheitlichen Check-up zuzuführen, der auch ihrer allgemeinen Gesundheit dient. Im Unterricht wird regelmäßig erklärt, dass Ukeketaji, also die Genitalverstümmelung der Mädchen, eine sehr schädliche, brutale Sitte ist, die geächtet werden muss und nicht mehr durchgeführt werden darf. Daraus entwickeln die Kinder Sketche, die an besonderen Tagen wie den sog. Closing Ceremonies nach den dreimonatigen Therms aufgeführt werden. Unsere Förderschulen erhielten von der Bildungsbehörde den Titel Role Model verliehen. Hier wurde der richtige Weg beschritten, den es gilt fortzuführen.

 

Durch Spenden der DEW21 Dortmund konnte für eine effektivere Wasserzufuhr in unseren Förderschulen gesorgt werden. Damit gelang die Zucht von Papaya-Bäumen und Bananen für die Vitaminversorgung der Kinder. Auf dem Areal wurden auch tropentaugliche Bäume (z. B. Casuarina) zur Beschattung angepflanzt. Für den Natur- und Umweltschutz kooperieren unsere Projektpartnerinnen mit staatlichen und privaten Organisationen wie Wildlife Works, die Lehrveranstaltungen und Müllsammelaktionen in Schulen durchführen. Für angeschlossene Frauengruppen und die Bewohner der Region wird nachmittags oder auch an Wochenenden Erwachsenenbildung angeboten. Dabei werden Workshops zu Themen der Reproduktiven Gesundheit mit Aufklärungs-Videos ergänzt und auch externe ExpertInnen eingeladen. Eine kleine gespendete Solaranlage hilft, die fehlende Stromversorgung zu ersetzen. Das Projektteam ist mit anderen Institutionen, Behörden und Projekten vernetzt und nimmt an Meetings zur Fortbildung in der gesamten Küstenregion teil, wie z. B. bei der Bench Marking Tour Malindi bei der verschiedene Bildungseinrichtungen besucht werden und ein reger Austausch stattfindet.

In Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Team und den Kindern bemühen wir uns, mit Spendengeldern die Förderschulen vernünftig einzurichten, fehlendes Mobiliar, Bildungsmaterialien und Schulsportartikel zu kaufen und schadhafte Teile zu ersetzen. Renovierungsarbeiten werden ebenfalls jährlich durchgeführt. Außer Lehrern und Kindergärtnerinnen beschäftigen die Einrichtungen Personal für die Pflege, Instandhaltung und Bepflanzung des gesamten Areals, sowie Bewachungspersonal, wofür wir die Löhne mithilfe von Spendengeldern bezahlen. Damit werden kontinuierlich verbesserte Lernbedingungen für benachteiligte Kinder geschaffen.

Die Förderung des Sports, insb. des hier noch ungewohnten Mädchensports, unterstützt eine erfreuliche Entwicklung für ein Umdenken in Richtung Gleichberechtigung. Wir sammeln Sach- und Geldspenden für das Outfit der Teams, insb. Sport- und Fußballschuhe jeder Größe.

 

Wir bitten um Ihre Unterstützung für diese Maßnahmen, denn alle Kinder dieser Welt haben ein Recht auf Bildung und Schutz, die sie möglichst in ihren eigenen Heimatländern erhalten sollten. Ein Bildungsbetrieb erwirtschaftet leider kein Einkommen, aber als Fördermitglied helfen Sie uns, diese Einrichtung nachhaltig zu unterstützen. Damit helfen Sie nicht nur einem (Paten)Kind, sondern hunderten: jedes Jahr werden große Gruppen unversehrter Mädchen aus diesen Schulen entlassen. In diesem Alter wissen sie sehr genau, dass sie sich Genitalverstümmelung und Zwangsheirat nicht unterwerfen müssen und wo sie ggf. Hilfe bekommen können.

Aufgrund zu geringen Spendeneingangs ist uns das DZI-Siegel noch zu teuer, aber wir überzeugen uns jedes Jahr persönlich über die ordnungsgemäße Verwendung Ihrer Spendengelder vor Ort. Schließlich liegt uns als ehrenamtlich tätige Fundraiser auch persönlich an der ordnungsgemäßen Verwendung der Zuwendungen.

 

SPENDEN

Gemeinsam schaffen wir es!
Schützen Sie mit uns Mädchen vor ritualisierter Gewalt. Unterstützen Sie unser Projekt in Kenia mit Spenden oder einer Fördermitgliedschaft, schon ab 36 Euro jährlich = nur 3 Euro monatlich.

Spendenkonto 211 014 164
BLZ 44050199 - gemeinnützig
Sparkasse Dortmund
IBAN DE73440501990211014164
BIC DORTDE33

 

 

Health Cert Schule CAFGEM Klasse CAFGEM Klasse 2011 CAFGEM Zuschauerinnen

 

1

Die Stadt Dortmund würdigt das Ehrenamt:

TABU e.V. besitzt seit mehreren Jahren das Agenda21-Siegel und gewann 2011 den jährlichen Wettbewerb. Herzlichen Dank den MitarbeiterInnen des Agenda-Büros, Oberbürgermeister Ulrich Sierau und der Jury!

 

9

Melanie Feuerbach (li.), Akifra e.V. & Ulla Barreto, TABU e.V. setzen sich für Menschenrechte und Bildung in Kenya ein.

Aufklärung: Dr. med. Reisinger

10

Mädchenförderung: Nachhilfe (Tution)

6

Schulmädchen warten auf ihre Unversehrtheitskontrolle

2

Krankenschwester Rose Kihuha kontrolliert die Unversehrtheit

5

Mädchenfussball

8

Jährliche Abrechnung der Spendengelder durch TABU e.V.

 

Alle Fotos copyright TABU e.V. Wiederrechtliche Nutzung wird strafrechtlich geahndet.