Wir schützen kleine Wüstenblumen!

Gegen Genitalverstümmelung
Für Frauen- und Kinderrechte

"Gina-Kinder", Burkina-Faso, West-Afrika

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GENITALVERSTÜMMELUNG IN OUARGAYE, BURKINA FASO, West-Afrika

UMFELD

Die Provinz KOULPEOLGO mit einer Bevölkerungszahl von 178.000 Einwohnern (1997) liegt in einem ländlichen Siedlungsgebiet ca. 250 km südlich von der Hauptstadt Ouagadougou. Die sozialen und besonders medizinischen Gegebenheiten sind beklagenswert und ähnlich dem nationalen Niveau: Müttersterblichkeit bei der Geburt: 56 pro Tausend, Totgeburten 93,7 pro Tausend. 70 bis 80 % der Frauen sind Opfer genitaler Verstümmelung. Angesichts dessen haben die Gesundheitsbehörden auf kommunaler Basis einen Dienst eingerichtet, der darauf abzielt, die Situation zu verbessern.

PROBLEM

Die Verstümmelung der weiblichen Genitalien (Female Genital Mutilation / FGM)  ist eine vorherrschende Praxis auch in BURKINA FASO (BF) und wird bei ca. 78% vorgenommen. Sie besteht aus einer teilweisen oder vollständigen Entfernung der äußeren Geschlechtsorgane und ist seit Jahrhunderten in der Gesellschaft verankert.
Das Alter, in dem die Tortour vorgenommen wird, differiert je nach Ethnie zwischen weniger als einem Jahr oder anschließender Kindheit oder anläßlich bevorstehender Hochzeit. In BF liegt die Ausübung meistens zwischen 8 und 18 Jahren.
In ländlichen Gebieten von Afrika, so auch in Burkina Faso, wird FGM vorwiegend von alten Frauen, traditionellen Geburtshelferinnen, Friseuren oder Hebammen vorgenommen. Dabei werden – ohne vorhergehende Betäubung – Messer, Rasierklingen, Muschelränder oder Glasscherben verwendet. Das hat neben krassen, körperlichen Beschwerden auch essentielle Folgen für die Gebärfähigkeit der Frau: häufige Unfruchtbarkeit, Fisteln, Dammriß, Blutungen bis zur Todesfolge für Mutter und Kind.

Eine Basisuntersuchung im Zusammenhang mit  dem Projekt „Kampf gegen Beschneidung in Ouargaye“ hat ergeben: 1996 waren 79 % der Frauen „beschnitten“. Eine Untersuchung von 1.200 Frauen über die Art und Weise des Eingriffs und die danach aufgetretenen Konsequenzen zeigte:  93% waren betroffen,  56% mit totalem oder teilweisen Verlust der Klitoris, 14% hatten eine oder zwei der typischen Komplikationen:  62%  Narbenkeloide, 20% Stenosen, 6% Einschnürung der Harnleiter.

„GRÜNDE“ FÜR DIE AUSÜBUNG IN BURKINA FASO

Die mit dem Kampf gegen Genitalverstümmelung beauftragten Sozialarbeiter machen Gruppen-veranstaltungen und Hausbesuche, bei denen Fragen der Gesundheit und auch FGM angesprochen werden sollen. Eine Untersuchung über die Effektivität ihrer Tätigkeit hat ergeben, dass sie Schwierigkeiten hatten, das Thema im Rahmen ihrer allg. Gesundheitsberatung anzusprechen. Viele dieser Sozialarbeiter (17%) befürworten selbst(!) diese Praktiken und scheuen sich, das Problem in ihrer Gemeinde anzusprechen, besonders wenn die Angesprochenen selbst dafür sind.

Man muß leider feststellen, dass in Burkina Faso trotz der vielen Kampagnen für eine Sensibilisierung und sogar eines Verwaltungsgesetzes, das diese Praxis verbietet und unter Strafe stellt, sich bisher nichts geändert hat. Bestraft wird  mit Gefängnis bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe von 150.000 bis 900.000 CFA jeder Eingriff in die Integrität des weiblichen Geschlechtsorgans.

Sämtliche Maßnahmen im Hinblick auf eine Ausmerzung dieser Praktiken waren bisher erfolglos. In einer solchen Situation ist es angezeigt, einen effektiveren Einstieg für eine Arbeit mit dem Ziel einer Verhinderung von Genitalverstümmelungen zu entwickeln.

ANALYSE

A. Ausgangspunkt

Die Verstümmelungspraktiken resultieren aus sozialen und kulturellen Auffassungen. Sie sind mehr als 2000 Jahre alt. Es handelt sich um eine Art Ahnenkult. Die Bevölkerung widersetzt sich bislang jedweder Änderung:

90 bis 95% der Bevölkerung sind Analphabeten. Nur 35% der Jungen und kaum 10%
der Mädchen gehen zur Schule. Die Bevölkerung ist nicht aufgeklärt über die mit dem Eingriff verbundenen Gefahren (Blutverlust, Infektionen, Harnverhaltung). Es herrscht eine fatalistische Einstellung vor, oder es wird nach Pseudogründen für die Auswirkungen gesucht. Viele Menschen wissen immer noch nicht, dass der Eingriff gesetzlich verboten ist. Nach der Durchführung behaupten die Urheber dies zumindest. Die meisten Personen, die FGM vornehmen, sind alt und haben als Analphabeten keinen Zugang zu öffentlichen Informationen. Falls es während oder danach zu Komplikationen kommt, schreiben auch die Opfer selber dies einer uneingestandenen „Sünde“ ihrer Eltern oder einem von einem Feind ausgesprochenen Fluch zu.

Das Verbotsgesetz ist kaum verbreitet oder bekannt. Es wurde nicht einmal in die Nationalsprache übersetzt. Mehrere Ethnien wurden in ihren Regionen nicht aufgeklärt. Allgemein werden die Menschen von einer Angst beherrscht, wenn sie den sozialen Gebräuchen nicht folgen. Selbst Gemeindebeamte vermögen nicht „nein“ zu sagen zu Eltern, die aus sozio-kulturellen Gründen ihre Töchter verstümmeln lassen wollen. (Ihre eigenen Familien sind ja selber auch betroffen.)

Man weiß allerdings, dass die Entfernung der Klitoris die sexuelle Befindlichkeit verändert. Das junge Mädchen soll die dem männlichen Glied entsprechende Klitoris verlieren, um eine „wirkliche Frau“ zu werden. Eine nicht beschnittene Frau habe einen ausgeprägten sexuellen Appetit; sie sei unersättlich und flatterhaft. FGM vermindere ihr Lustempfinden und diene dazu, sie „ruhig zu stellen“, deshalb wird sie ihrem zukünftigen Ehemann eher treu bleiben. - Ab einem gewissen Alter würden Mädchen auch einen Juckreiz empfinden, der auf einen Wurm in der Klitoris zurückzuführen sei, deshalb muss sie „herausgerissen“ werden. Eine nicht beschnittene Frau verbreite auch einen ekligen Geruch, der durch die Klitoris verursacht wird. Sie wäre „nicht sauber“, was sie und die Familie entehre. Auch wird geglaubt, dass beim Geburtsvorgang der Kopf des Babys nicht die Klitoris berühren darf, weil das seinen Tod zur Folge hätte. Insofern liefert dieses üble, listige Gerücht zusätzlich ein Argument zugunsten der Ausübenden, angeblich das Überleben des Kindes zu retten. Zur Krönung der Pseudoargumente wird behauptet, dass Mädchen erst durch FGM gebärfähig werden. Ohne das Ritual könne sie keine Kinder bekommen. Nach allgemeiner Auffassung wird eine nicht verstümmelte Frau, falls sie doch schwanger werden sollte, eine sehr schwierige Geburt vor sich haben.

Die Beschneidung wurde wesentlicher Teil der Initiationsriten, die auf das Leben als Erwachsene und in der Familie vorbereiten. Das Mädchen tritt in die Gemeinschaft der Frauen ein und ist bereit, Nachwuchs zu produzieren. Es handelt sich um einen Prozeß der „Verschönerung“ und Sozialisation (Unterwerfung), der zu Tapferkeit, Mut und Selbstbeherrschung führt und ermöglicht, Schmerz zu ertragen. Die junge Frau muß ihre kindlichen Gewohnheiten ablegen und lernen, für sich zu sprechen.
Beim Geschlechtsverkehr stelle die Klitoris ein Hindernis dar und vermittle dem Mann den Eindruck einer Rivalität.

Wer den Brauch (der Beschneidung) nicht respektiert, schließt sich aus dem sozialen und gesellschaftlichen Leben aus. Die nicht beschnittene Frau bringt keinen Freier (Brautbieter); denn für sie und die Familie muss keine Mitgift entrichtet werden.
Ohne Heirat können keine Beziehungen zwischen den Familien begründet werden, was die Entwicklung der Gemeinde hemmt. Eine nicht beschnittene Tochter bringt der Familie keine Ehre; die Familie riskiert, an den Pranger gestellt zu werden.
Ein nicht beschnittenes weibliches Sexualorgan wirkt weniger gefällig. Bei den Ethnien Mossi, Sénoufo und Dioula wird eine intakte Frau an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Bei ihrem Tod kann die Bestattung nur stattfinden, nachdem FGM beim Leichnam nachgeholt wurde. Zu Lebzeiten darf sie an keiner Heirats- oder Bestattungszeremonie teilnehmen, auch nicht der ihres eigenen Vaters.

B. Handlungsmöglichkeiten und Ausblick

Die Beschneidung ist ein schwieriges gesellschaftliches Problem, weil es das Intimleben in den entsprechenden Gemeinschaften betrifft. Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist FGM neuerdings ein Thema, das enttabuisiert von den Medien behandelt wird und leidenschaftliche Debatten hervorruft. Der schamhafte und folgenschwere Schleier, mit dem dies Thema zugedeckt wurde, ist einer ernsthaften Betrachtung gewichen, die Folgen zeigt: Das Tabu wurde gebrochen.

1. Wer ist für das Problem sensibilisiert und kann zur Veränderung beitragen?

- das Komitee der Provinz zur Bekämpfung der Praxis der Beschneidung in Bazèga, in direkter
Zusammenarbeit  mit den Sozial – und Gesundheitsbehörden;
-  die Frauenvereinigungen der Provinz von Bazèga. Sie verfügen über ein Koordinationszentrum,      
das zur Sensibilisierung der Bevölkerung beitragen kann;
-  die Religionsgemeinschaften: Christen, Muslime und Protestanten sind bereits in Gemeinden       
beratungsweise tätig;
-  Lokale NGO - Sie finanzieren bereits Aus – und Fortbildungsprojekte auf dem Gebiet der         
Gesundheitsfürsorge. Dies gilt auch auf anderen Gebieten wie Landwirtschaft, Viehzucht und
Bildungswesen. Die NGO „Association Vive le Paysan" (AVLP) und "Fonds de Développement    
communautaire du Bazèga" (FDC).
- auch die Komittees für die Ausbildung im Gesundheitswesen könnten ihre Rolle in dem Kampf
spielen. Sie vermitteln zwischen staatlichem Gesundheitswesen und den Gemeinden.
- die „Agents de santé du district“ könnten verstärkt Schulungen zum Problem durchführen. Dabei
könnten sie den Akzent auf die negativen Folgen für die Opfer legen. Denn wenn sich das Verhalten der Bevölkerung ändert, könnten sie sich weniger mit den negativen Folgen befassen und sich
anderen Schwerpunkten widmen.
-  Nicht zuletzt die Frauen selbst. Es gilt, damit aufzuräumen, die Frau sei unreif, unrein und unvollständig. Die Beschneidung ist ein willkürlicher Angriff auf die weibliche Gesundheit. Die Frauen sind es, die den unmittelbaren und langfristigen Konsequenzen des Eingriffs ausgesetzt sind und sie physisch und psychisch erleiden müssen.

 2. Wer wird sich voraussichtlich einer Veränderung zum Positiven widersetzen?

-  die für das Brauchtum Verantwortlichen. Sie sind der Ansicht, man wolle sie zum Verzicht auf ihre Kultur zwingen. Andere meinen, man wolle ihnen „die Kultur der Weißen aufzwingen“. Extreme Stimmen meinen sogar, man wolle auf diese Weise „die sexuelle Freiheit befördern“.
-  die Frauen, die die Beschneidung praktizieren. In der Tat erhalten sie Geschenke oder Geld für ihre Dienste. Der Gegenwert für eine Beschneidung beträgt 2,5 bis zu 4 €. Außerdem genießen sie Ansehen und sind sogar gefürchtet, weil man immer noch glaubt, sie verfügten über Zauberkräfte.
-   die Männer von Bazèga. Die Beschneidung macht sie zu „Herren über den Bauch ihrer Frauen“.
-   gewisse Meinungsmacher, die nicht an der Kampagne für die Abschaffung teilnehmen wollen.
-   die „Agents de Santé“ selbst – sie könnten ihre neue Aufgabe als zusätzliche Belastung empfinden.

 

TITRE DU PROJET : Fond Gina-Kinder

DEVISE : « Solidarité humaine, le savoir, la nourriture et le développement pour tous »

VISION DU PROJET :
·  Entraider le pauvre dans le domaine social, psychologique et matériel.
·  Soutenir les orphelins et enfants pauvres sur le plan social, matériel et intellectuel.
·  Encourager ou initier des activités rémunératrices de revenus au profit des enfants vulnérables.
·  Rechercher des parrains ou marraines pour les orphelins et les enfants vulnérables 

                                    Chère Gina et amis bienfaiteurs,
J’ai l’honneur et la joie avec tous les enfants bénéficiaires de vous informer que la collecte pour la scolarisation des enfants pauvres au Burkina-Faso faite le 21 Août 2018 à l’occasion de la fête de l’anniversaire de Gina et Bernard et de l'arrivée de Ulla dans la rue des chasseurs au Huga (Lacanau-Océan) nous est parvenue depuis octobre 2018. Pour donner suite à vos efforts de générosité nous sommes heureux de vous adresser cette note pour vous dire merci et vous faire le point.
Cette aide N°5 d'un montant de 3 713 701 f CFA soit 5 661,50 Euros est venue soulager les peines des enfants bénéficiaires qui auront une année scolaire assurée avec un minimum pour progresser dans leur formation humaine et intellectuelle. Nous avons pu réaliser des activités de sensibilisations allant dans le sens de la scolarisation des jeunes filles et la lutte contre l’excision et le chômage. Vous voyez alors que vos efforts pourront servir non seulement à maintenir les jeunes filles à l’école mais aussi à améliorer leurs conditions d’étude et pourquoi pas assurer leur emploi dans le futur.  Ce projet que vous nourrissez tous pour l’Afrique présente et présentera toujours un intérêt certain pour la réussite et l’insertion sociale de beaucoup d’enfants pauvres au Burkina-Faso. Le projet s'est élargi cette année avec la liste de nouveaux enfants recrutés à Bagré une nouvelle localité pas très loin de Ouargaye où je suis curé depuis septembre 2018.
Je peux vous  rassurer à la fin de l’année scolaire que l’ensemble des enfants bénéficiaires de cette aide connaissent déjà un éveil, une éducation et une croissance à tous les niveaux à la maison et dans les établissements.
A travers ce rapport vous pourrez apprécier les fruits de vos dons de cette année à travers les photos et autres documents sur les activités des enfants bénéficiaires. Ainsi en vous souhaitant plein succès à toutes vos entreprises je vous prie d’agréer mes sentiments de gratitudes et celui de tous les enfants de Ouargaye et de Bagré que vous soutenez. Merci pour tout ce que vous nous avez apporté et apporterez pour le bien-être des enfants pauvres au Burkina Faso. Voici la liste des enfants bénéficiaires en cette année scolaire 2018-2019 à Ouargaye et à Bagré.

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Groupe de parrainés de Ouargaye

Gina-Kindergarten BF

Elèves de la maternelle de l'école saint Benoît de Bagré

Quelques parrainées à l'école de couture de Tenkodogo BF

Quelques parrainées à l'école de couture de Tenkodogo

 

I- Le système éducatif et scolaire au BURKINA-FASO

Le BURKINA FASO est un pays enclavé en voie de développement situé dans la boucle du Mouhoun ; avec une superficie de 274 764 km, une densité de 74,80 habitants/km2 avec une population de 20 252 523 habitants. Il est en proie au terrorisme ces dernières années. Les infrastructures, dans tous les domaines, travail, santé éducation, transports sont défaillantes cependant l’éducation est perçue comme étant l’élément moteur du développement humain durable. Toutes fois, en dépit des dispositions législatives, de la mise en œuvre de plans programmes et projets de développement de l’éducation de base (projet écoles satellites, écoles bilingues, projets enseignement post-primaire, plan décennal de développent stratégique de l’éducation de base et d’innovations éducatives et des efforts déployés par l’Etat et ses partenaires, l’accès à l’éducation de base formelle demeure faible et inégal au Burkina Faso.
La jeune fille est la principale victime. Les raisons de la sous-scolarisation des filles sont entre autres les raisons historiques, politiques, structurelles, les raisons économiques, le poids de la tradition les causes liées au système scolaire.
Pour les raisons historiques, politiques et structurelles ;les premières institutions scolaires furent mises en place vers 1900 .L’école considéré comme un luxe, tous les enfants ne pouvait pas avoir accès à l’école car l’école était destiné aux fils des notables et les jeunes filles considérées comme des êtres de second rang sont nées surtout pour aider leur maman dans les travaux ménagers, se marier et surtout avoir des enfants ensuite les raisons économiques s’expliquent par le faible niveau de revenu des familles ,à la  cherté de la scolarité à l’absence de lien entre la scolarisation et l’accès à un emploi rémunérateur .Puis le poids de la tradition pour ainsi dire que les pesanteurs sont toujours vivaces notamment en milieu rural ;la tradition et certaines mentalité placent toujours la femme au second rang, les filles doivent être au foyer et la tradition veut que la fille soit initié très tôt  à son rôle de ménagère. Pour certains même la femme n’a sa place qu’à la maison. Il faut aussi relever que les filles constituent une source de maintien des alliances. Elles sont promises en mariage dès leur tendre enfance voire dès la conception, ces alliances sont corolaires des mariages précoces et forcés. Quant au système scolaire elle est à revoir car des facteurs pédagogiques constituent des entraves à la scolarisation des filles comme l’existence de stéréotypes sexistes, l’éloignement des écoles du domicile des enfants, l’inadaptation du système éducatif. Aussi l’éloignement des écoles constitue une source d’insécurité pour les filles par ailleurs avec le terrorisme grandissant des écoles sont fermés et de nombreux parent ont peur de laisser leur fille aller à l’école de peur d’être kidnappé.
Ce sont entre autres ces obstacles qui empêchent l’accessibilité de la jeune fille à l’école.
A la rentrée scolaire de 2013- 2014 sur une population scolarisable estimé à3 125 631enfants, seulement 2 013 678 enfants d’âge scolaire allaient à l’école primaire soit un taux net de scolarisation de 64 ,4 % (64,7 pour les garçons et 64,2 pour les filles). Au cours de la même année scolaire dans l’enseignement post-primaire, le taux national de scolarisation n’était que de 23,8, 21 ,9 et 22 ,9 respectivement pour les garçons, les filles et l’ensemble des deux sexes. Le taux net se définit comme étant le rapport entre l’effectif des élèves à un niveau d’enseignement (préscolaire, primaire, pos-primaire, secondaire, supérieur).
De nos jours malgré les efforts du gouvernement sur la scolarisation des jeunes filles restent un mythe dans certaines contrées du BURKINA FASO dut aux raisons évoquées ci-dessus. Cependant des luttes sont menées comme la suppression de l 'excision et du mariage forcé, la sensibilisation des parents quant au droit des jeunes filles, encouragement de la scolarisation des jeunes filles.
-L'école de nos jours
-Les matières littéraires enseignées à l’école : Français, anglais, allemand, histoire-géographie, mathématiques
-Les matières scientifiques : Phisique-chimie, science de la vie et de la terre, instruction civique et religieuse
- Education sportive
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Les parrainées du Foyer Sainte Anne de Bittou avec Père Mathieu

 

II- LA SITUATION DE L’EDUCATION DES FILLES AU BURKINA

L’éducation au Burkina Faso est caractérisée par d’importantes disparités entre garçon et fille, tant au niveau de l’accès à l’école, au déroulement de la scolarité que de la réussite aux examens.

 LA PROBLEMATIQUE DE L’ACCES DES FILLES A L’ECOLE

   L’accès à l’éducation des filles se heurte à de nombreuses difficultés, dont celles historiques, politiques, économiques, socio – culturelles,

Sur le plan historique, la politique coloniale était d’assurer la collaboration des chefs et cela se faisait à travers leurs fils. Ce qui a permis aux garçons de prendre une avance historique sur les filles. Les filles ont eu l’accès à l’école que grâce aux missionnaires qui suivaient les objectifs religieux.

Sur le plan économique, la pauvreté des parents est le principal obstacle à la scolarisation des filles. Même lorsque l’école est gratuite, les fournitures doivent être achetées. Cela constitue un obstacle insurmontable pour les familles nombreuses et pauvres. Pendant longtemps, l’école a été perçue comme un facteur de promotion social et économique permettant d’exercer des métiers modernes, d’avoir un revenu régulier et de soutenir ceux qui étaient restés au village.
Aujourd’hui, le chômage des diplômés est une réalité qui décourage les parents et influe négativement sur la volonté de scolariser les filles.
Aussi dans notre pays, le travail de la petite fille est important. Elle aide la famille dans des tâches domestiques, les travaux agricoles, l’artisanat et le petit commerce. Cette aide constitue une part appréciable dans l’économie familiale. Par conséquent, envoyer les filles à l’école est un manque à gagner.

Sur le plan socio-culturel, la conception du rôle du garçon et de la fille dans la société est que : le garçon assure une descendance directe qui porte le nom du grand père alors que la fille portera le nom de son mari et pérennisera le nom de celui-ci. Les traditions ancestrales et la division sexuelle du travail place la fille et la femme en situation d’infériorité et limite leur disponibilité pour les activités d’éducation et de formation professionnelles. Les communautés perçoivent aussi l’école comme une institution qui influence négativement les enfants et particulièrement les filles en inculquant des attitudes d’antagonisme envers la culture de leurs parents. A cette perception négative de l’école s’ajoutent les pratiques traditionnelles des mariages forcés et précoces des filles.

 LE PROBLEME D’ABANDON ET D’ECHEC SCOLAIRE

            Le déroulement de la scolarité, lui est marqué par une déperdition notoire au niveau des filles.

Beaucoup de filles après le cycle primaire sont obligées d’abandonner l’école pour de multiples raisons :
.     Les parents sont prêts à fournir plus d’effort pour maintenir un garçon à l’école qu’une fille.
.     Certaines sont données en mariage bien jeunes. Elles sont alors retirées de l’école pour se préparer à rejoindre leur époux. La poursuite de la scolarité est alors perçue comme un obstacle au projet des parents. Le diocèse dispose de trois centres où ces filles sont accueillies.
.      Il est aussi difficile de trouver des tuteurs pour les filles qui sont obligées de quitter la maison parentale pour le collège et le lycée dans une autre localité. Elles sont alors exposées à tous les dangers, dans des conditions difficiles de travail. En corollaire le résultat est presque nul et l’aventure tourne souvent très court.
Enfin soulignons le harcèlement sexuel que connaissent les filles de la part de leurs enseignants, de leurs tuteurs ainsi que de leurs condisciples. En effet, certains professeurs contraignent souvent les filles à les accepter sexuellement contre une bonne note ou une moyenne de passage. Lorsque la fille décline la proposition, elle risque des sanctions pouvant aller d’un dédain à une piètre moyenne pour l’obliger à redoubler ou à abandonner l’école. Ainsi, de nombreuses filles se retrouvent parfois violées, ou enceintes ce qui les conduit à allonger le rang des abandons. Il en est de même avec les garçons qui harcèlent les filles jusqu’à ce qu’elles n’aient plus assez de temps pour se consacrer à leurs études.
Certains tuteurs aussi n’hésitent pas à abuser de ces jeunes filles qui arrivent chez eux pour espérer un avenir meilleur.
Tableau des résultats des élèves réguliers à l’examen du brevet d’étude du premier cycle pour l’année scolaire 1999-2000


Statuts

Garçons

Filles

Total

Inscrits

17 406

11 314

27 720

Présents

17 188

11 157

28 345

Admis

9 014

4 455

13 469

Taux de réussite

52,44

39,93

42,52

Source : Annuaire statistique de l’enseignement secondaire 1999-2000. Service des examens et concours. Ministère des Enseignements Secondaire, Supérieur et de la recherche Scientifique.

        En comparant le nombre de candidats inscrits à celui des candidats présents à l’examen, on remarque que 257 filles, soit 2,27 %, ont abandonné, contre 218 garçons, soit 1,25 % des inscrits. Le taux d’abandon des filles constitue presque le double de celui des garçons.
En ce qui a trait aux taux de réussite des deux sexes, il apparaît que les garçons réussissent mieux que les filles. Plus de la moitié des garçons obtiennent leur brevet d’étude du premier cycle, alors que la situation est à l’inverse chez les filles. L’écart entre les deux sexes est très important (12,51 %).
En définitive, on peut noter que les filles sont doublement handicapées. Non seulement elles abandonnent plus, mais aussi elles réussissent moins que les garçons. Une exploration plus pointue de la situation pourrait nous éclairer davantage.
C’est toute cette situation qui nous a inspirés d'avoir un internat pour les filles dans le futur. Cette idée est née du fait que beaucoup de filles doivent quitter le village et aller en ville chercher un tuteur ou à défaut une maisonnette pour loger et afin de pouvoir suivre les cours. Cela disperse sérieusement à n’en pas douter leur énergie et affaiblie leur rendement.

III– Le cas exceptionnel d’une fille battante

Colette BAGRE est une fille de 21 ans qui fait partie de la liste des parrainées. C’est une fille orpheline très éveillée dès l’enfance mais dont la maman n’a pas eu les moyens de la mettre à l’école. La petite Colette (13 ans) était une accompagnatrice très dévouée du mouvement cœur vaillant– Ames vaillante (CV-AV). J’étais alors aumônier de l’enfance à Gounghin, une paroisse rurale du diocèse de Koupéla. C’est après avoir analyser son cas et la chance qu’elle perdait que j’ai décidé de lui faire suivre l’alphabétisation avec certaines femmes du village pour apprendre à lire et à écrire en langue nationale Moore (langue de l’ethnie majoritaire du Burkina-Faso). Après deux ans d’apprentissage, la petite Colette s’est faite remarquée par son intelligence et sa curiosité intellectuelle. C’est là que j’ai découvert son intelligence et j’ai entrepris des démarches afin qu’on l’admette avec les autres enfants à l’école primaire à partir du cours moyen première année (CM1) pour lui donner l’occasion de tenter la chance. C’est ainsi que la petite Colette a pu décrocher son certificat d’étude primaire (CEP) en juin 2010.
Arrivée au lycée elle a toujours brillé grâce à l’appui que j’ai toujours assuré à son endroit. Sa chance s’est agrandie davantage après ma rencontre avec le docteur Regina ROGALSKI en Juillet 2014 qui a promis de donner la totalité des cadeaux de son anniversaire pour aider les enfants en difficulté dans le tiers monde au Burkina-Faso.  Ce fut un grand soulagement pour elle et tous enfants que j’ai mis sur la liste. Aujourd’hui, Colette BAGRE a le brevet depuis l’année passée et est entrain de courir à grand pas à la recherche du Baccalauréat pour la session de juillet 2020. Pour elle j’ai confiance. Elle est d’une intelligence perspicace et a une grande curiosité intellectuelle.

 

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Waisenhaus

mit Bildungs- und Schutzprojekt in Burkina-Faso

 

 

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Sponsorin und Koordinatorin für das Projekt in Burkina-Faso ist Frau Dr. jur. Regina Rogalski (2. v. l.)

 

Projektleiter in Burkina-Faso:

Père Mathieu KABORE,
Email : kaboremathieu@yahoo.fr
Tel + WhatsApp: 00226 76 47 32 58
Burkina Faso/ Afrique de l’Ouest

 

Spenden für "Gina-Kinder" in Burkina Faso auf das gemeinnützige Konto von TABU INTERNATIONAL bei der Sparkasse Dortmund müssen zwingend mit dem Stichwort "Gina-Kinder" gekennzeichnet sein.

IBAN: DE73 4405 0199 0211 0141 64

BIC-/Swift-Code: DORTDE33

Simples Verfahren:

Mit unserer Steuernummer: 314/5702/4953

gilt ihr Bankauszug bis zu 200 EUR als Spendenquittung für die Finanzbehörde.

 

Spenden für dieses Projekt werden benötigt für die Unterbringung und Verpflegung der Waisenkinder sowie deren Teilnahme an Bildung im angeschlossenen Kindergarten und in der Schule.

Der gesamte Betrieb einschließlich Personalkosten wird erst durch Spenden ermöglicht.

 

 

TABU International e.V. leistet Öffentlichkeitsarbeit gegen Genitalverstümmelung an Kindern und unterstützt ideell und finanziell afrikanische Bildungs- und Schutzprojekte in Kenya, Ost-Afrika sowie Burkina-Faso, West-Afrika.

 

Wir arbeiten mit minimalem organisatorischem Aufwand sowie Unterstützung ehrenamtlicher Helfer und reisen jährlich nach Afrika, um die Evaluation unserer Projekte durchzuführen.

 

TABU INTERNATIONAL e.V. ist gemeinnützig anerkannt und berechtigt, steuerliche Zuwendungsbescheinigungen auszustellen. Spenden sind steuerlich absetzbar. Persönliche Daten werden nur zweckbestimmt verwendet und niemals weitergegeben!

 

Die Kontrolle der Abrechnung für die Finanzbehörde wird durchgeführt von TABU INTERNATIONAL e.V.

 

Urheberrechte der Texte & Photos copyright:

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