Wir schützen kleine Wüstenblumen!

Gegen Genitalverstümmelung
Für Frauen- und Kinderrechte

 

Ziel von Verein TABU ist die totale Abschaffung der genitalen Verstümmelung als schädliche Tradition und Form massiver ritueller Gewaltanwendung gegen Kinder!

Wir brechen ein Tabu, um Kinder vor ritueller Gewalt zu schützen!

Herzlichen Dank an alle Spender und Fördermitglieder! Sie helfen konkret dabei, unsere Arbeit zum internationalen Kinderschutz voranzutreiben! Mit Spenden oder einer kontinuierlichen Fördermitgliedschaft können Sie uns sinnvoll unterstützen, auch die Expansion unserer Förderprojekte in Ost- und Westafrika umzusetzen. Gemeinsam können wir den Menschen damit in ihrer Heimat eine verbesserte Lebensperspektive geben und Fluchtursachen entgegenwirken.

Hintergrund:

Genitalverstümmelungen sind Ausdruck archaischer, gewalttätiger Kulturen. Die Ursprünge liegen mindestens 4000 Jahre zurück. Es gilt als sicher, dass schon im alten Ägypten solche Prozeduren an Kindern beiderlei Geschlechts vorgenommen wurden. Die sog. Pharaonische Beschneidung ist die radikalste Form, die an Mädchen praktiziert wird. Die Durchführung auf dem Land oder in privaten Wohnungen der Städte geschieht unter unhygienischsten Bedingungen und ohne Narkose, dabei halten mehrere Personen das Kind gewaltsam fest. Die Tortur kann bei Mädchen bis zu einer Stunde dauern. Etwa 8 - 10 % der weiblichen Opfer stirbt direkt infolge Verblutung mit einhergehendem Schock und/oder Infektionen. Insgesamt ein Drittel sterben an Direkt- und/oder Spätfolgen. mehr...

Wo und wie auch immer die Prozedur durchgeführt wird: es handelt sich dabei um eine schwere Menschenrechtsverletzung, die nicht mehr geduldet werden darf! Auch die Beschneidung an Jungen ist kein harmloser Eingriff: abgeblogged.rz-etelsen.net/zirkumpendium/ Weltweit wird die Zahl der weiblichen Betroffenen inzwischen bis zu rd. 300 Millionen geschätzt, und etwa jeder sechste Junge soll betroffen sein. Migrationsbewegungen haben diese Rituale über den gesamten Erdball verbreitet. Eindeutige Statistiken können bisher nicht erstellt werden, da aufgrund lückenhafter medizinischer (Vorsorge-)untersuchungen dokumentierte Daten immer noch fehlen.

KURZNACHRICHTEN...

TABU-Förderprojekt CAFGEM in Kenya / Ost-Afrika

- Kinango: Die erste Förderschule mit Kindergarten wurde 2014 an die staatlichen Verantwortlichen übergeben. Es wurde uns versichert, dass Eltern verschiedener Ethnien und Religionen weiterhin auf die rituelle Gewalt von Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation / FGM) verzichten. Diese Schule wurde 2010 vom kenianischen Bildungsministerium als Role Model ausgezeichnet.

 

MaaNursery308- Kasigao: Der neue Kindergarten der Maasai-Kinder boomt und wartet auf seine Erweiterung, die wir mit dem Bau eines größeren Steinhauses incl. Wasserzufuhr realisieren wollen. Die Maasai dieser Gegend haben die genitale Verstümmelung ihrer Mädchen (FGM) aufgegeben und verbreiten bei ihren Wanderungen diese Entscheidung als Multiplikatoren auch über die Landesgrenze nach Tanzania.

TavetaPrimaryFront- Taveta: Der zweiten Projektschule am Kilimanjaro fehlt nun nur noch die 8. Klasse und Schlafräume für eine Boarding School als Angebot für Kinder von weit her. Wie in der ersten Förderschule werden auch hier zusätzliche Erwachsenenbildung und regionale Aufklärungen einschließlich follow ups durchgeführt.

In dieser Schule befindet sich auch das Projektbüro und Anlaufstelle von CAFGEM (Centre against FGM).

 

Maasai_Amboseli_Kampagne1- Amboseli: CAFGEM hat die Aufklärung zum Amboseli-Gebiet ausgedehnt. Engagierte junge Maasai-Chiefs und Social Healt Worker (SHW) sind dankbar für die ideelle und finanzielle Unterstützung von Aufklärungskampagnen, bei denen unsere Projektaktivistinnen die Tools vom Ärzteverband "Aktion Regen" für die Arbeit an der Graswurzel (grassroot) einsetzen. Angestrebt wird auch hier der Bau eines Bildungszentrums mit einem Schutzzentrum für Mädchen. (mehr: Links CAFGEM)

 

TABU-Förderprojekt "Innocent Crocodile" in Gambia/West-Afrika:

Dieses Jahr wurde in den Sommerferien wieder eine umfangreiche Aufklärungskampagne in Gambia durchgeführt, bei der mehrere hundert Menschen, insb. Frauen, erreicht wurden. Wie in Kenya ist auch in Gambia FGM gesetzlich verboten, doch werden die Genitalverstümmelungen immer noch illegal durchgeführt. Eine weitere große Kampagne steht im September bevor (TABU e.V. / Crocodile-Projekt Initiatorin ist Bintou Bojang aus Gambia, nominiert für den Anne-Klein-Frauenpreis 2017, Heinrich-Böll-Stiftung Frauen.

 

TABU International e.V. in der Entwicklungszusammenarbeit

FLUCHTURSACHEN BEKÄMPFEN! ... ist ein häufig geäußerter Appell angesichts der Flüchtlingsströme nach Europa. Nichts anderes praktizieren wir seit vielen Jahren in Ost-Afrika, indem wir helfen, benachteiligten Menschen durch Aufklärung und dem Bau von Kindergärten und Schulen mehr Zugang zur Bildung zu verschaffen. Frauengruppen erhalten Starthilfen, um Ideen für ökonomische Projekte (Landwirtschaft und Nutztierzucht) zu realisieren. Als Projektstandard zählt die Bedingung, dass an Aufklärungsveranstaltungen teilgenommen wird und vor allem die Mädchen vor Genitalverstümmelung geschützt werden.

Geschlechtsneutraler Kinderschutz - wir stellen uns der Herausforderung in Afrika. Die Aufklärung zur traditionellen Beschneidung der Jungen fließt neuerdings mit ein und wird u. a. unterstützt durch die internationale Initiative www.die-betroffenen.de mithilfe von fachkundigen Materialien des Kinderärzteverband Deutschland: Broschüre "Das große Zirkumpendium - Die Wissenssammlung rund um das Thema männliche Beschneidung" (print & digital, deutsch & englisch - http://abgeblogged.rz-etelsen.net/circumpendium/ ).

Der Widerstand gegen schädliche Praktiken wie die traditionellen Genitalverstümmelungen an Kindern ("Beschneidungen") ist Voraussetzung für einen gesellschaftlichen Wertewandel zugunsten von Menschenrechten, insbesondere Kinderrechten. Uns geht es dabei um Kooperation auf Augenhöhe mit den PartnerInnen in den Herkunftsländern.

Aufgrund dieser Strategie haben sich uns Selbsthilfe-Gruppen verschiedener Ethnien in Kenya/Ost-Afrika sowie Gambia/West-Afrika angeschlossen. In Kenya haben sich aus Aufklärungskampagnen institutionalisierte Bildungsprojekte mit Anlaufstellen insb. für Frauenbelange, Kindergärten und Schulen entwickelt. Die Besonderheit unserer Förderprojekte dokumentiert sich hier durch Unversehrtheitskontrollen, die von staatlichem Gesundheitspersonal regelmäßig durchgeführt werden. Auch die neuere Aufklärungsarbeit in West-Afrika gestaltet sich vielversprechend durch unsere Vernetzung mit einheimischen Frauengruppen und Organisationen, staatlichen und religiösen Autoritäten.

TABU e.V. ist Mitinitiatorin des Runden Tisch-FGM-Dortmund.

Der Runde Tisch FGM Dortmund hat sich dort, wo es um die Verstümmelung der weiblichen Genitalien sowie die damit einhergehenden gravierenden Spätfolgen geht, der Aufklärungsarbeit und Prävention verschrieben. Darüber hinaus wird an der Entwicklung von Hilfe- und Beratungsangeboten für die betroffenen Mädchen und Frauen gearbeitet, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen. - In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf das Präventionsprogramm von Ayaan Hirsi Ali: ICH KLAGE AN, Kapitel: "Genitale Verstümmelungen dürfen nicht geduldet werden", Verlag Piper, ISBN 3-492-04793-9, Als Abgeordnete im holländischen Parlament stellte sie 2004 den ersten Entwurf eines Präventionsprogramms für die Niederlande vor, gedacht als zielführend für die EU. mehr...

 

Internationaler jährlicher Aktionstag: 6. Februar

"Null Toleranz zu weiblicher Genitalverstümmelung!"

"Zero Tolerance to FGM - Day!"

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Das Inter African Committé rief bei einer internationalen Konferenz in Addis Abeba im Jahre 2002 den 6. Februar als Kampftag gegen die weibliche Genitalverstümmelung aus. Seither wird dieser Tag jedes Jahr weltweit von vielen Organisationen und Frauengruppen mit unterschiedlichen Aktionen begangen, um immer wieder gegen die Unmenschlichkeit dieser frauenverachtenden Praktik zu informieren und ihre Abschaffung zu fordern. Die Förderprojekte von TABU in Kenya gehören seit Anbeginn dazu. Hier schließen sich Frauengruppen verschiedener Ethnien und Religionen zusammen und mobilisieren mit einem Aktionsprogramm die Öffentlichkeit.

 

Wir solidarisieren uns: Vorhautamputationen an Jungen... die Debatte geht weiter!

Jedes Jahr: Demonstration am 7. Mai vor dem Kölner Landgericht!

Der Anlass: Am 7. Mai 2012 bewertete das Kölner Landgericht eine medizinisch nicht indizierte "Beschneidung" an einem nicht einwilligungsfähigen Jugen als rechtswidrig. Dies war nur folgerichtig, denn auch Kindern standen in Deutschland die Rechte auf körperliche Unversehrtheit und gewaltfreie Erziehung zu. Warum hätten diese Rechte gerade vor dem Intimbereich haltmachen sollen, und dann auch noch exklusiv nur dem von Jungen? Kinderrechte sind geschlechtsneutral, leider noch nicht in Deutschland, denn hier wurde eine Menschenrechtsverletzung quasi per Gesetz Teil der Erziehung: Der Deutsche Bundestag entschied am 12. 12. 2012 als Reaktion auf das Kölner Urteil in einem Hauruckverfahren: "Beschneidungen" an Jungen aus jeglichem Grunde sind - legal. Dies wurde im Recht der sog. elterlichen Personensorge festgelegt. Ein völliger Widerspruch zu sämtlichem übrigen gesetzlichen Schutz von Kindern und gleich mehrfacher Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention.

Vertiefende Infos, Literatur, Filme:

http://beschneidung.die-betroffenen.de/
http://genitale-autonomie.de/

s. auch Link "MGM" auf dieser Website.

 

 

 

 

 

 

TABU e.V. arbeitet unter der Schirmherrschaft von Stadträtin Birgit Zoerner

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TABU e.V. ist im Besitz des Agenda21-Siegels der Stadt Dortmund und gewann 2011 den jährlichen Wettbewerb. (Oberbürgermeister Ulrich Sierau bei der Übergabe an die Vereinsvorsitzende Ulla Barreto.)

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Aktuelles:

Bintou Bojang aus Gambia ist unsere Koordinatorin für West-Afrika.

 

Kinderrechte sind geschlechtsneutral! Wir solidarisieren uns mit Betroffenen und mehr als 30 internationalen Organisationen auch gegen die Beschneidung (MGM = Male Genital Mutilation) an Jungen und demonstrierten am 7. Mai 2016 vor dem Landgericht in Köln.

http://beschneidung.die-betroffenen.de/
http://genitale-autonomie.de/

Afrika-Tag 2016 Schülerinnen & Schüler im "Pott" von NRW zeigen soziales Engagement für afrikanische Kinder

Lisa (re.) und Franziska (li.) sammelten Spenden beim Klavierspielen in der Dortmunder City. Eine grandiose Idee, die sehr erfolgreich war. Besten Dank an Euch!

 

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Spendenlauf an der GS Willi Brandt in Bochum. Auch an Euch alle sehr herzlichen Dank für den tollen Einsatz!

Die SchülerInnen des Dortmunder Leibniz-Gymnasium und der Willi Brandt-Gesamtschule Bochum helfen jährlich mit vorbildlichem Engagement. Wir danken den engagierten SV-Leuten und allen Beteiligten sehr herzlich im Namen unser Förderkinder in Kenya!

Die Kinderbücher sind angekommen!

"The Rhinoceros & The Housefly"

Die Künstlerin Bruni Braun ließ ihr wunderschönes Kinderbuch "Das Nashorn und die Stubenfliege" ins Englische übersetzen. Wir konnten im April die ersten Bücher übergeben. Herzlichen Dank an alle Spender und die engagierte Künstlerin!

Spenden Sie afrikanischen Kindern dieses tolle Lesebuch: ISBN 978-3-7375-1324-1 Erhältlich beim epubli Verlag Berlin, Amazon, Kindle, Weltbild, Hugendubel, Google Play.

 

Bildung für benachteiligte Kinder:

Der Schulbau der zweiten Förderschule am Kilimanjaro ist bald fertiggestellt. Anschließend soll mit dem Bau einer Boarding School das Bildungsangebot für Kinder aus entlegenen Gebieten ermöglicht werden. Wir sammeln dafür Spenden.

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(Fotos und Texte unterliegen dem Urheberrecht von TABU e.V.)