Wir schützen kleine Wüstenblumen!

Gegen Genitalverstümmelung
Für Frauen- und Kinderrechte

11 Jahre TABU e.V.

Willkommen! Welcome! Karibuni Sana!

Wir brechen mit Öffentlichkeitsarbeit ein Tabu, um Kinder vor ritueller Gewalt zu schützen und engagieren uns gegen die Ausübung von weiblicher Genitalverstümmelung (intern.: Female Genital Mutilation, kurz FGM). Dabei werden Mädchen im vorpubertären Alter die äußeren Genitalien in unterschiedlicher Weise verstümmelt. Bei verschiedenen Völkern (z. B. in Äthiopien, Sudan, Saudi Arabien) wird diese Gewalt teilweise schon an Babys ausgeübt. Die Durchführung auf dem Land oder in privaten Wohnungen der Städte geschieht unter katastrophalen unhygienischen Bedingungen und ohne Narkose. Mehrere Personen halten die Mädchen dabei gewaltsam fest. Die Tortur kann bis zu einer Stunde dauern. Seit Jahren nimmt der Trend bei städtischen Familien zu, ihre Töchter in Praxen oder Kliniken verstümmeln zu lassen (z. B. in Ägypten, Kenia, Nigeria, Saudi Arabien). Medizinisch ausgebildetes Personal handelt dort gegen den geleisteten Eid und - je nach Land - gegen geltendes Gesetz. Außerhalb der Kliniken wird FGM von sog. Beschneiderinnen oder Männern, denen magische Kräfte zugeschrieben werden, mit Messern jeglicher Größe, Muschelrändern, Glasscherben, Konservendeckeln, Scheren oder Rasierklingen praktiziert. Ein Drittel der kleinen Opfer stirbt durch Verblutung mit einhergehendem Schock und/oder Infektionen. Betroffene Frauen leiden häufig an chronischen Spätfolgen wie Entzündungen der äußeren und inneren Geschlechtsorgane. Mutter und Kind sind oft lebensbedohlich gefährdet durch zeitverzögerte Entbindungen. mehr...

Wo und wie auch immer FGM durchgeführt wird: es handelt sich um eine Menschenrechtsverletzung, die nicht geduldet werden darf! Weltweit wird die Zahl der Betroffenen inzwischen auf rd. 300 Millionen geschätzt. Die Praktik wird auch im nahen islamisch-asiatischen und fernen islamisch-ost-asiatischen Raum durchgeführt. Migrationsbewegungen haben die Praktik über den gesamten Erdball verbreitet. Auch in Deutschland gibt es betroffene Frauen und Mädchen. Eindeutige Statistiken können nicht erstellt werden, da aufgrund fehlender medizinischer Kontrollmaßnahmen verlässliche Daten fehlen. Aufgrund meist widersprüchlicher Gesetzeslagen sehen die Regierungen europäischer Länder (noch) ein Problem darin, Mädchen in betreffenden Einwandererfamilien effektiv vor FGM zu schützen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Präventionsprogramm von Ayaan Hirsi Ali: ICH KLAGE AN, Kapitel: "Genitale Verstümmelungen dürfen nicht geduldet werden", Verlag Piper, ISBN 3-492-04793-9, www.piper.de Noch als Abgeordnete des holländischen Parlaments stellte sie 2004 den ersten Entwurf eines Präventionsprogramms für die Niederlande vor, der bahnbrechend sein sollte für die EU. mehr...

TABU e.V. in der Entwicklungszusammenarbeit

Wir leisten ehrenamtlich die Kooperation für CAFGEM (Community Against Female Genital Mutilation) in Kenia. Das Projekt hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2000 von einem Aufklärungsprojekt "an der Graswurzel" (grassroot) zu einem institutionalisierten Bildungs- und Schutzprojekt für Mädchen entwickelt. Lesen Sie hier ausführlicher über die Entstehung und die Arbeit von CAFGEM: mehr...

 

"Null Toleranz zu weiblicher Genitalverstümmelung!" am 6. Februar

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Fotos © Ulla Barreto, TABU e.V.

Das Inter African Commité rief bei einer internationalen Konferenz in Addis Abeba im Jahre 2002 den 6. Februar als Kampftag gegen die weibliche Genitalverstümmelung aus. Seither wird dieser Tag jedes Jahr weltweit von vielen Organisationen und Frauengruppen mit unterschiedlichen Aktionen begangen, um immer wieder gegen die Unmenschlichkeit dieser frauenverachtenden Praktik zu informieren und ihre Abschaffung zu fordern. CAFGEM in Kenia, das Förderprojekt von TABU e.V., gehört seit Anbeginn dazu. Hier organisieren Frauengruppen verschiedener Ethnien und Religionen jährlich gemeinsam ein Aktionsprogramm, um die Öffentlichkeit gegen Genitalverstümmelungen an Mädchen zu mobilisieren.

 

CAFGEM-Begleitprojekt zum Umweltschutz

TABU e.V. wurde Gewinner des Agenda21-Wettbewerbs 2011. "Taka Taka Women" erhalten durch TABU-Spenden eine Ausrüstung und Esel für das Müllsammeln und den Mülltransport. Eine Einkommen schaffende Massnahme für mittellose Frauen bei gleichzeitiger Einleitung für den dringend notwendigen, regionalen Umweltschutz einschließlich Plastikrecycling. mehr...

 

Afrika-Tag

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Die SchülerInnen des Dortmunder Leibniz-Gymnasiums helfen auch 2011 ihrer Patenschule in Kenia mit großem Einsatz: Beim Afrika-Aktionstag kamen über 5.000 Euro zusammen.

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Die Hauptschule am Ostpark entschied sich 2011 ebenfalls für eine Benefiz-Aktion zugunsten TABU e.V. und brachte eine Sammelspende von über 4.000 Euro zusammen.

Die GS-Weierheide hilft uns seit mehreren Jahren mit ideenreichen Benefizaktionen zur Unterstützung für CAFGEM Kenia. Letztes Jahr gewannen die Kinder sogar den TV-Tigerenten-Wettbewerb. Herzlichen Dank auch nach Oberhausen!

Das K1 Hagen sammelte Spenden durch den Verkauf von Waffeln.

CAFGEM erhält keine staatliche Unterstützung. Ohne die Hilfe aller aktiven Kinder und Jugendlichen, sowie den beteiligten LehrerkollegInnen und den vielen HelferInnen wäre die Nachhaltigkeit von CAFGEM gefährdet. Auch im Namen des CAFGEM-Teams und der afrikanischen Kinder gebührt Ihnen allen unser aufrichtiger Dank!