Wir schützen kleine Wüstenblumen!

Gegen Genitalverstümmelung
Für Frauen- und Kinderrechte

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Ein geschlechtsneutraler Kinderschutz ist Aufgabe einer friedlichen, demokratischen Gesellschaft. Uralte Blutrituale an Minderjährigen, die Kinder terrorisieren und physische und psychische Schäden hinterlassen haben darin keinen Platz. Darum solidarisieren wir uns:

Jedes Jahr die öffentliche, gemeinsame Kundgebung in Köln am 7.Mai. am Landgericht NRW, Luxemburger Str. 101; Köln. Zentrale Kundgebung jeweils anschließend auf dem Wallrafplatz am WDR-Funkhaus

http://intaktiv.de/neue-botschafter-april2017/

http://intaktiv.de/beschneidung-vor-gericht-in-israel/

Kinder schlagen ist in Deutschland grundsätzlich verboten, und das ist gut so! Kinder genital verstümmeln durch rituelle "Beschneidungen" an Mädchen ist ebenfalls verboten (§ 226a StGB), jedoch an Jungen ( § 1631d BGB) noch erlaubt. Unser Ziel ist es, diesen Widerspruch aufzulösen. Wir treten ein für die gänzliche Abschaffung von schädlichen "Beschneidungs"traditionen als Ausübung massiver ritueller Gewaltanwendung an Kindern, die häufig auf Fehlinformationen beruht!

Wir brechen ein Tabu, um Kinder vor ritueller Gewalt zu schützen!

Herzlichen Dank an alle Spender und Fördermitglieder! Sie helfen konkret dabei, unsere ehrenamtliche Arbeit zum internationalen Kinderschutz voranzutreiben! Mit Spenden oder einer kontinuierlichen Fördermitgliedschaft können Sie uns sinnvoll unterstützen, die Expansion unserer Förderprojekte in Afrika umzusetzen. Gemeinsam können wir den Menschen damit in ihrer Heimat eine verbesserte Lebensperspektive geben und Fluchtursachen entgegenwirken.

Hintergrund:

Genitalverstümmelungen sind Ausdruck uralter, archaischer und gewalttätiger Kulturen. Schon im alten Ägypten wurden solche Prozeduren an Kindern jeden Geschlechts vorgenommen. Die sog. Pharaonische Beschneidung ist die radikalste Form, die an Mädchen praktiziert wird. Die Durchführung auf dem Land oder in privaten Wohnungen der Städte geschieht unter unhygienischsten Bedingungen und ohne Narkose, dabei halten mehrere Personen das Kind gewaltsam fest. Die Tortur kann bei Mädchen bis zu einer Stunde dauern. Etwa 8 - 10 % der weiblichen Opfer stirbt unmittelbar an Verblutung mit einhergehendem Schock und/oder Infektionen. Insgesamt ein Drittel sterben an den Direkt- und/oder Spätfolgen. Weniger bekannt ist, dass auch Jungen jedes Jahr hauptsächlich in Afrika, aber auch anderswo, daran sterben. mehr...

Wo und wie auch immer die Prozedur durchgeführt wird handelt sich um eine fundamentale Menschenrechtsverletzung, die nicht mehr aus falscher Toleranz geduldet werden darf! Das Kindeswohl hat hierbei Vorrang vor dem Elternrecht. Gesundheitsschädliche Ritualverstümmelungen dürfen dabei keine Ausnahme sein. Auch die "Beschneidung" an Jungen ist kein harmloser Eingriff, wie uns seriöse Kinderärzte erklären: www.kinderaerzte-im-netz.de

Dazu hier ein authentisches Video: Video abspielen

Weltweit schätzt man die Zahl der weiblichen Betroffenen auf 300 Millionen, und etwa jeder sechste Junge soll betroffen sein. Migrationsbewegungen haben dieses sinnlose Folterritual über den gesamten Erdball verbreitet. Eindeutige Statistiken können bisher nicht erstellt werden, denn medizinische Dokumentationen sind lückenhaft oder fehlen gänzlich. Für einen effektiven Kinderschutz plädieren wir deshalb für regelmäßige medizinische Kontrolluntersuchungen an Minderjährigen, die z. B. mit verbesserten verbindlichen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden könnten. Länder der EU sollten mit gutem Beispiel vorangehen, wie Ayaan Hirsi Ali als ehem. Abgeordnete im holländischen Parlament es bereits 2004 vorgeschlagen hatte (s. unten).

Entwicklungszusammenarbeit

FLUCHTURSACHEN BEKÄMPFEN! ... ist ein häufig geäußerter Appell angesichts der Flüchtlingsströme nach Europa. Nichts anderes praktizieren wir seit vielen Jahren in Ost-Afrika indem wir helfen, benachteiligten Menschen durch Aufklärung und dem Bau von Kindergärten und Schulen mehr Zugang zur Bildung zu verschaffen und insb. Frauengruppen mit Starthilfen zu ökonomisch sinnvollen Projekten zu verhelfen. Zu unseren Förderbedingungen zählen Projektstandards, an Aufklärungsveranstaltungen zur Reproduktiven Gesundheit teilzunehmen und zunächst die Mädchen vor Genitalverstümmelung (FGM) nachweislich durch Unversehrtheitskontrollen zu schützen. Die Aufklärung gegen die "Beschneidungen" an Jungen wurden inzwischen in die Aufklärungsarbeit aufgenommen.

Der Widerstand gegen schädliche Praktiken wie die traditionellen Genitalverstümmelungen an Kindern ist Voraussetzung für einen gesellschaftlichen Wertewandel zugunsten von Menschenrechten, insb. Kinderrechten. Uns geht es dabei um Kooperation auf Augenhöhe mit den PartnerInnen in den Herkunftsländern. Aufgrund dieser Strategie haben sich uns Selbsthilfe-Gruppen verschiedener Ethnien angeschlossen. In Kenya haben sich mithilfe von Aufklärungskampagnen institutionalisierte Bildungsprojekte mit Anlaufstellen insb. für Frauenbelange, Kindergärten und Schulen entwickelt. Die Besonderheit unserer Förderprojekte dokumentiert sich in Kenya durch med. professionelle Unversehrtheitskontrollen, die von staatlichem Gesundheitspersonal regelmäßig durchgeführt und über unseren Verein mit Spenden finanziert werden.

Unsere Förderprojekte in Kürze

CAFGEM in Kenya / Ost-Afrika

- Kinango: Die erste Förderschule mit Kindergarten wurde 2014 an die staatlichen Verantwortlichen übergeben. Es wurde uns versichert, dass Eltern verschiedener Ethnien und Religionen weiterhin auf die rituelle Gewalt von Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation / FGM) verzichten. Diese Schule wurde 2010 vom kenianischen Bildungsministerium als Role Model ausgezeichnet.

 

MaaNursery308- Kasigao: Der neue Kindergarten der Maasai-Kinder boomt und wartet auf seine Erweiterung, die wir mit dem Bau eines größeren Steinhauses incl. Wasserzufuhr realisieren wollen. Die Maasai dieser Gegend haben die genitale Verstümmelung ihrer Mädchen (FGM) aufgegeben und verbreiten bei ihren Wanderungen diese Entscheidung als Multiplikatoren auch über die Landesgrenze nach Tanzania.

TavetaPrimaryFront- Taveta: Alle 8 Klassen der zweiten Projektschule am Kilimanjaro wurden 2016 fertiggestellt. Diese Tagesschule soll nun eine duale Funktion auch als Internat bekommen. Der Weiterbau von Schlafräumen für die Boarding School steht bevor. Wie in der ersten Förderschule werden auch hier zusätzliche Erwachsenenbildung und regionale Aufklärungen einschließlich follow ups durchgeführt. In dieser Schule befindet sich das Projektbüro und Anlaufstelle von CAFGEM (Centre against FGM).

Maasai_Amboseli_Kampagne1- Amboseli: CAFGEM hat die Aufklärung zum Amboseli-Gebiet ausgedehnt. Engagierte junge Maasai-Chiefs und Community Healt Worker (CHW) sind dankbar für die ideelle und finanzielle Unterstützung von Aufklärungskampagnen, bei denen unsere Projektaktivistinnen die Tools vom Ärzteverband "Aktion Regen" für die Arbeit an der Graswurzel (grassroot) einsetzen. Angestrebt wird auch hier der Bau eines Bildungszentrums mit einem Schutzzentrum für Mädchen.

 

TABU e.V. ist Mitinitiatorin des Runden Tisch-FGM-Dortmund.

Der Runde Tisch FGM Dortmund hat sich dort, wo es um die Verstümmelung der weiblichen Genitalien sowie die damit einhergehenden gravierenden Spätfolgen geht, der Aufklärungsarbeit und Prävention verschrieben. Darüber hinaus wird an der Entwicklung von Hilfe- und Beratungsangeboten für die betroffenen Mädchen und Frauen gearbeitet, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen. - In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf das Präventionsprogramm von Ayaan Hirsi Ali: ICH KLAGE AN, Kapitel: "Genitale Verstümmelungen dürfen nicht geduldet werden", Verlag Piper, ISBN 3-492-04793-9, Als Abgeordnete im holländischen Parlament stellte sie 2004 den ersten Entwurf eines Präventionsprogramms für die Niederlande vor, gedacht als zielführend für die EU. mehr...

 

Internationaler jährlicher Aktionstag: 6. Februar

"Null Toleranz zu weiblicher Genitalverstümmelung!"

"Zero Tolerance to FGM - Day!"

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Das Inter African Committé rief bei einer internationalen Konferenz in Addis Abeba im Jahre 2002 den 6. Februar als Kampftag gegen die weibliche Genitalverstümmelung aus. Seither wird dieser Tag jedes Jahr weltweit von vielen Organisationen und Frauengruppen mit unterschiedlichen Aktionen begangen, um immer wieder gegen die Unmenschlichkeit dieser frauenverachtenden Praktik zu informieren und ihre Abschaffung zu fordern. Die Förderprojekte von TABU in Kenya gehören seit Anbeginn dazu. Hier schließen sich Frauengruppen verschiedener Ethnien und Religionen zusammen und mobilisieren mit einem Aktionsprogramm die Öffentlichkeit.

 

 

 

TABU e.V. arbeitet unter der Schirmherrschaft von Stadträtin Birgit Zoerner

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TABU e.V. ist im Besitz des Agenda21-Siegels der Stadt Dortmund und gewann 2011 den jährlichen Wettbewerb. (Oberbürgermeister Ulrich Sierau bei der Übergabe an die Vereinsvorsitzende Ulla Barreto.)

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Aktuelles:

Kinderrechte sind geschlechtsneutral! Wir solidarisieren uns mit Betroffenen und mehr als 30 internationalen Organisationen auch gegen die Beschneidung (MGM = Male Genital Mutilation) an Jungen und demonstrieren jedes Jahr am 7. Mai vor dem Landgericht in Köln.

http://beschneidung.die-betroffenen.de/
http://genitale-autonomie.de/

Afrika-Tag ~ Schülerinnen & Schüler im "Pott" von NRW zeigen soziales Engagement für afrikanische Kinder

Vielen Dank an die SchülerInnen des Leibniz-Gymnasiums, die beim Afrika-Tag jedes Jahr aktiv Spenden sammeln und den Erlös unserem Verein übergeben. Wir bewundern und respektieren dieses soziale Engagement, das den Kindern in unseren Förderprojekten mehr Bildung und körperliche Unversehrtheit ermöglicht!

Lisa (re.) und Franziska (li.) sammelten Spenden beim Klavierspielen in der Dortmunder City. Auch eine grandiose Idee im Rahmen des Afrika-Tags, die sehr erfolgreich war. Besten Dank an Euch!

 

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Spendenlauf an der GS Willi Brandt in Bochum. Auch an Euch alle sehr herzlichen Dank für den tollen Einsatz!

Die SchülerInnen des Dortmunder Leibniz-Gymnasium und der Willi Brandt-Gesamtschule Bochum helfen jährlich mit vorbildlichem Engagement. Wir danken den engagierten SV-Leuten und allen Beteiligten sehr herzlich im Namen unser Förderkinder in Kenya!

Die Kinderbücher sind angekommen!

"The Rhinoceros & The Housefly"

Die Künstlerin Bruni Braun ließ ihr wunderschönes Kinderbuch "Das Nashorn und die Stubenfliege" ins Englische übersetzen. Wir konnten im April die ersten Bücher übergeben. Herzlichen Dank an alle Spender und die engagierte Künstlerin!

Spenden Sie afrikanischen Kindern dieses tolle Lesebuch: ISBN 978-3-7375-1324-1 Erhältlich beim epubli Verlag Berlin, Amazon, Kindle, Weltbild, Hugendubel, Google Play.

 

Bildung für benachteiligte Kinder:

Der Schulbau der zweiten Förderschule am Kilimanjaro ist fertiggestellt. Jetzt soll mit dem Bau einer Boarding School das Bildungsangebot für Kinder aus entlegenen Gebieten ermöglicht werden. Wir sammeln dafür Spenden.

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(Fotos und Texte unterliegen dem Urheberrecht von TABU e.V.)